Wir haben einen französischen Kunden und kommen eigentlich ganz gut klar. Nun denke ich aber, wir könnten vielleicht doch noch besser werden in der Zusammenarbeit. Was schlagen Sie vor?
Wenn Sie eine langfristige und erfolgreiche Kooperation mit französischen Kunden aufbauen wollen, dann geht nichts über das persönliche Kennenlernen vor Ort, am Besten verbunden mit einer Gegeneinladung nach Österreich!
Und das Geschäftliche muß NICHT an erster Stelle stehen, Franzosen schätzen den persönlichen Kontakt sehr.
Beispiel: Ein steirischer Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung sollte mit einer Abteilung eines Industrieunternehmens in Nordfrankreich vor Ort zusammenarbeiten. Vor seinem Besuch schickte er eine kleine österreichische Aufmerksamkeit nach Frankreich – er hatte selbst privat einen Nebenerwerbs-Weinbaubetrieb.
Es wurde anfangs deutlich mehr über Wein als das Projekt gesprochen, und das Projekt selbst lief danach wie auf Schienen.
Wie lange dauert so ein (Verständigungs-)Prozess mit Unterstützung bzw. Begleitung?
Erste Ergebnisse kommen meist sehr rasch.
Zum Beispiel: In einer österreichischen Firma wurde nur schriftlich mit Frankreich kommuniziert. Als ich eingeschaltet wurde, habe ich den französischen Kunden angerufen, und ihm erklärt, dass ich nunmehr als Vermittler helfen werde, ABER noch kein Wissen über das Produkt habe.
Darauf er: „Das macht nichts, aber endlich jemand, der Französisch spricht!!!“ Ab diesem Moment lief es sehr kooperativ zwischen den Unternehmen.
Wir reden zwar oft mit unserem Kunden in Frankreich, aber trotzdem ist es nicht leicht, die Aufträge reibungslos abzuwickeln. Warum ist das so?
Franzosen und Österreicher haben unterschiedlich Auffassungen von „reibungslos“.
Was in Frankreich ein normaler und zügiger Ablauf ist, verursacht manchmal in Österreich Kopfschütteln weil „nichts weitergeht“.
Und umgekehrt natürlich auch.
Wir sind alle von unserer Kultur geprägt, und jemanden (auf Englisch/ Französisch) zu „verstehen“, bedeutet nicht, dass man ihn auch richtig interpretiert.
Konrad Lorentz: (Österreichischer Verhaltensforscher und Nobelpreisträger)
Gedacht ist nicht Gesagt
Gesagt heißt nicht Gehört
Gehört heißt nicht Verstanden
Verstanden heißt nicht Einverstanden
Ich bin genervt von der Kommunikation mit unserem Kunden und weiß nicht wie und was ich ändern soll.
Kurze Analyse:
WAS nervt Sie genau an der Kommunikation:
Redet mein Kunde ewig ohne Ergebnis?
Kann ich niemanden persönlich erreichen?
Bekommen ich vollkommen unpassende Antwortmails?
Warten wir ewig auf Antworten?
Je nach Problem gibt es auch eine Lösung, der Anfang ist jetzt gemacht! Das Wichtigste ist zuerst, offen mit beiden Seiten zu sprechen. Dann kommt die Analyse und die Verbesserung.
Können wir auch online mit Ihnen kommunizieren?
Kontaktieren Sie mich gerne per Mail! Ich werde die Situation dann beurteilen, und schlage Ihnen eine, auf Sie zugeschnittene Vorgehensweise vor. Das kann dann per Video oder Telefonkonferenz sein, vielleicht durch Besuche vor Ort.
Warum kann mir ein Übersetzungsprogramm nicht helfen Missverständnisse zu beseitigen?
Wir gehen bei Kommunikation immer von einem Gegenüber aus, das ähnlich denkt und „tickt“. Jedoch bestehen ständig unbewußte Erwartungen, soziale Normen von keinem Übersetzungsprogramm abgebildet werden können!
Es braucht einen echten Menschen mit Einfühlungsvermögen, Verständnis, Geduld um den Menschen gegenüber zu verstehen.
Mein Kunde will sich nicht mit mir treffen, sondern nur online reden, ist das ein Problem? Kann das gut gehen?
Ja, das kann gutgehen, wenn Sie sich gut kennen und die Kommunikation recht einfach bleibt.
ABER: Bitte beachten Sie, Mißverständnisse nehmen zu, wenn Mimik, Tonfall, persönliche Interaktion nicht stattfinden oder stark reduziert sind.
Es kann aufgrund von Sprach- und Kulturunterschieden zu Fragen und Spannungen kommen – bereits wenn Sie sich real gegenübersitzen.
Umso mehr Gefahr besteht, wenn das Persönliche wegfällt. Besser persönlich treffen und radebrechen, als nur schriftlich kommunizieren.
Können Sie uns auch mit einem problematischen, englischen Kunden helfen?
Auch Engländer haben ihre eigene Mentalität im Geschäftsleben. Oft erscheinen sie für uns sehr kompliziert.
Auch hier hilft, Geduld bewahren, Beziehungen zu den oberen Ebenen aufbauen und Projekte sehr exakt!! ausplanen. Nach je einem Jahr in den USA und in Australien unterstütze ich Sie auch gerne mit Ihren anglophonen Kunden.
Warum sagt mein französisches Gegenüber nicht einfach was er will?
Nach unseren Besprechungen mit den Franzosen ist nie ganz klar, wie es weiter geht, und was als nächstes geschehen soll. Was kann man da tun?
Es ist ganz einfach, Franzosen denken und handeln anders als Österreicher.
In der französischen Kultur wird nicht einfach „Nein“ gesagt, oft kommt ein „Ja, aber“ und die Diskussion geht weiter. Stellen Sie sich darauf ein, bleiben Sie geduldig. Und wenn schon schlechte Stimmung herrscht und die Ergebnisse leiden, rufen Sie mich an, ich unterstütze Sie gerne beim Verstehen!

